Foto 13.09. 2012 Wangerooge
Foto 13.09. 2012 Wangerooge

John Lennon

Imagine
Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
No Hell below us
Above us only sky
Imagine all the people
Living for today
Imagine there's no countries
It isn't hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people
Living life in peace
You may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will live as one
Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed oe hunger
A brotherhood of man
Imagine all the people
Sharing all the world
You may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will live as one

 
Botschafter

Tiere sind unsere älteren Brüder und Schwestern.
Sie streicheln unsere Seelen.
Sie sind die vergessene Religion.
Sie bringen uns Botschaften aus dem verlorenen Glück.
Wie sollte Gott sonst noch zu uns sprechen?  

 

Andrea Oppermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer Schmetterlinge lachen hört
 

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

Text: Carlo Karges
Musik: Novalis


 

 

 

 

Der italienische Conte

In Italien kursiert die Geschichte von einem Grafen, der sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer par excellence war. Niemals verließ er das Haus, ohne sich zuvor eine Handvoll (Kaffee)Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrnehmen und um sie besser zählen zu können. Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte – zum Beispiel eine nette Konversation auf der Straße, das Lächeln seiner Frau und Lachen seiner Kinder, ein köstliches Mahl, eine feine Zigarre, einen schattigen Platz in der Mittagssonne, ein Glas guten Weines –kurz: für alles, was die Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manche Begebenheit war ihm gleich zwei oder drei Bohnen wert. Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war und freute sich des Lebens. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen, hatte es sich zu leben gelohnt

 

 

 

 

 

  http://www.youtube.com/watch?v=bP9_bcDPW28

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sei wie der Fluß, der eisern ins Meer fließt
Der sich nicht abbringen läßt egal wie schwer's ist
Selbst den größten Stein fürchtet er nicht
Auch wenn es Jahre dauert bis er ihn bricht
Und wenn Dein Wille schläft, dann weck ihn wieder
Denn in jedem von uns steckt dieser Krieger
Dessen Mut ist wie ein Schwert
Doch die größte Waffe ist sein Herz.


Lasst uns aufstehn
Macht Euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Wo seid Ihr
Ihr seid gebraucht hier
Macht Euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts


Hab keine Angst vor Deinen Schwächen
Fürchte nie Deine Fehler aufzudecken
Sei bedacht, beruhigt und befreit
Sei auch verrückt von Zeit zu Zeit
Lass Dich nicht täuschen, auch wenns aus Gold ist
Lass Dich nicht blenden, erst recht von falschem Stolz nicht
Lerne vergeben und verzeihen
Lerne zu fesseln und zu befreien


Lasst uns aufstehn
Macht Euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Wo seid Ihr
Ihr seid gebraucht hier
Macht Euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts


Und er kennt seine Grenzen und geht trotzdem zu weit
Kein Glück in der Ferne nachdem er nicht greift
Seine Macht ist sein Glaube
um nichts kämpft er mehr
Und das immer und immer wieder
Deswegen ist er ein Krieger


Das ist ein Aufruf
Und das hier geht
an alle Krieger
an alle Krieger
Das ist ein Aufruf
Und dieser Aufruf geht
an alle Krieger des Lichts
an alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts

 

Krieger des Lichts von Silbermond

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter,manche freiwillig,einige unter gesellschaftliechem Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit.
Dieses Jahr werden 100.000 Frauen Mütter behinderter Kinder werden.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht,nach welchen Gesichtspunkten die Mütter behinderter Kinder ausgewählt werden?

Ich stelle mir Gott vor,wie er über der Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht.Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

"Armstrong,Beth:Sohn.Schutzheiliger:Matthias
Forest,Majorie:Tochter.Schutzheilige:Cäcilie.
Rutledge,Carrie:Zwillinge.Schutzheiliger?Gebt ihr Gerhard,der ist es gewohnt,daß geflucht wird.
Schließlich nennt er einem Engel einen Namen und sagt lächelnd:"Der gebe ich ein behindertes Kind."Der Engel wird neugierig:"Warum gerade ihr,o Herr?Sie ist doch so glücklich."
"Eben deswegen",sagt Gott lächelnd."Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben,die das Lachen nicht kennt?Das wäre grausam." "Aber hat sie denn die nötige Geduld?" fragt der Engel. "Ich willnicht,daß sie zuviel Geduld hat,sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung.Wenn der anfängliche Schock und Zorn verklungen sind,wird sie es tadellos schaffen.Ich habe sie heute beobachtet.Sie hat den Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit,die bei Müttern so selten und so nötig sind.Verstehst du: das Kind,das ich ihr schenken werde,wird in seiner eigenen Welt leben.Und sie muß es zwingen,in der ihren zu leben,das wird nicht leicht werden." "Aber,Herr,soviel ich weiß,glaubt sie nicht einmal an dich." Gott lächelt."Das macht nichts,das bringe ich schon in Ordnung.Nein,sie ist hervorragend in Ordnung.Sie hat genügend Egoismus." Der Engel ringt nach Luft."Egoismus? Ist das denn eine Tugend?" Gott nickt. "Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann,wird sie das alles nicht überstehen.Diese Frau ist es,die ich mit einem nicht ganz vollkommenden Kind beschenken werde.Sie weiß es zwr noch nicht,aber sie ist zu beneiden.Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen.Nie einen Schritt als etwas Alltägliches.Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt,wird ihr klar sein,daß sie ein Wunder erlebt.Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum,einen Sonnenuntergang schildert,wird sie ihn so sehen,wie nur wenige Menschen meine Schöpfung jemals sehen.Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen,was auch ich erkenne-Unwissenheit,Grausamkeit,Vorurteile-,und ich werde ihr erlauben,sich darüber zu erheben.Sie wird niemals allein sein.Ich werde bei ihr sein,jeden Tag ihres Lebens,jede einzelne Minute,weil sie meine Arbeit eben so sicher tut,als sei sie hier neben mir." "Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?" fragt der Engel mit gezückter Feder.Da lächelt Gott.
"Ein Spiegel wird genügen."

Die Pinguin-Geschichte
oder: Wie man sich in seinem Element fühlt

Diese Geschichte ist mir tatsächlich passiert. Ich war als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: „Mensch toll! Luxus!“ Das dachte ich auch. Bis ich auf dem Schiff war. Was das Publikum angeht, war ich auf dem falschen Dampfer. Die Gäste an Bord hatten sicher einen Sinn für Humor, ich hab ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Und noch schlimmer: Seekrankheit hat keinen Respekt vor der Approbation. Kurzum: ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich. Endlich! Nach drei Tagen auf See, fester Boden. „Das ist wahrer Luxus!“ Ich ging in einen norwegischen Zoo. Und dort sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich hatte Mitleid: „Musst du auch Smoking tragen? Wo ist eigentlich deine Taille? Und vor allem: hat Gott bei dir die Knie vergessen? Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion. Dann sah ich noch einmal durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang „mein“ Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht. Wer je Pinguine unter Wasser gesehen hat, dem fällt nix mehr ein. Er war in seinem Element! Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit einem Liter Sprit käme der umgerechnet über 2500 km weit! Sie sind hervorragende Schwimmer, Jäger, Wasser-Tänzer! Und ich dachte: „Fehlkonstruktion!“
Diese Begegnung hat mich zwei Dinge gelehrt. Erstens: wie schnell ich oft urteile, und wie ich damit komplett daneben liegen kann. Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, ob das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt. Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich ewig an, Macken auszubügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!
Immer wieder werde ich gefragt, warum ich das Krankenhaus gegen die Bühne getauscht habe. Meine Stärke und meine Macke ist die Kreativität. Das heißt, nicht alles nach Plan zu machen, zu improvisieren, Dinge immer wieder unerwartet neu zusammen zu fügen. Das ist im Krankenhaus ungünstig. Und ich liebe es, frei zu formulieren, zu dichten, mit Sprache zu spielen. Das ist bei Arztbriefen und Rezepten auch ungünstig. Auf der Bühne nutze ich viel mehr von dem was ich bin, weiß, kann und zu geben habe. Ich habe mehr Spaß, und andere haben mit mir mehr Spaß. Live bin ich in meinem Element, in Flow! Menschen ändern sich nur selten komplett und grundsätzlich. Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe. Also nicht lange hadern: Bleib als Pinguin nicht in der Steppe. Mach kleine Schritte und finde dein Wasser. Und dann: Spring! Und Schwimm!
Und du wirst wissen, wie es ist, in Deinem Element zu sein.
Dr. Eckart von Hirschhausen

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann,
der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte,fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben. “Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen hier”, erwiderte der Alte.
“Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?” Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: “Für diesen hier macht es einen Unterschied!”

Der Sinn des Lebens
Ein Investmentbanker stand in einem kleine mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prachtigen Fang und fragte, wie lange er dazu ! gebraucht hatte.
Der Mexikaner antworte: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."
Daraufhin fragte der Banker, warum er nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen.
Der Mexikaner sagte, die Fische, reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.
Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"
Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe im Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."
Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganz Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schliesslich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann ihr florierendes Unternehmen leiten."
Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies alles dauern?"
Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, konnten Sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse gehen; Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner sagte: "Millionen. Und dann?"
Der Banker sagte: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit ihren Freunden Gitarre spielen."

Die drei Siebe des Sokrates

Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
"Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund...."
"Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe? Welche?" fragte der andere verwundert.
"Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen, und..."
"Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht wahr ist - wenigstens gut?" Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil....."
"Nun", unterbrach ihn Sokrates. "so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint."
"Notwendig gerade nicht...."
"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit."
Quelle unbekannt

 

Ein Gebet für die Tiere

O Gott, höre unser Gebet für unsere Freunde, die Tiere,
besonders für alle die Tiere, die gejagt werden
oder sich verlaufen haben oder
hungrig und verlassen sind - und sich fürchten;
für alle, die eingeschläfert werden müssen.

Für sie alle erbitten wir Deine Gnade und Dein Erbarmen,
und für alle, die mit ihnen umgehen,
erbitten wir ein mitfühlendes Herz,
eine sanfte Hand und ein freundliches Wort.

Mach uns selbst zu wahren Freunden der Tiere
und laß uns so teilhaben am Glück der Barmherzigen.

Albert Schweitzer

Der Tempel der tausend Spiegel

Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm. Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.


Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.

aus Indien

"Die Reise des Lebens in Gesellschaft von Tieren ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln. Auf meiner Reise, bei der ich versuche, Tiere vollständiger zu sehen, mich auf fremdem Land bewege und mich um Sprachkenntnisse in diesen anderen Sprachen bemühe, habe ich viel mehr gefunden, als nur die Tiere selbst. Wie alle Reisenden, egal, wie weit der Weg sie führt, habe ich mich selbst gefunden."

- Suzanne Clothier

 

Bilder vom Sommerfest des Vereines "Herztier e.V."

http://picasaweb.google.de/107584408762920099881/HerztierSommerfest

www.herztier.com

Viele glückliche, gerettete Hunde


Birdfoots Großvater

Der alte Mann hatte unser Auto wohl schon dutzende Male angehalten,
um hinauszuklettern und die kleinen Kröten aufzulesen,
die vom Scheinwerferlicht geblendet
wie lebendige Regentropfen auf die Straße hüpften.
Regen fiel, sein weißes Haar leuchtete im Nebel,
und ich sagte immer wieder:
du kannst sie nicht alle retten, finde dich damit ab,
steig wieder ein, wir müssen weiter, wir haben ein Ziel.
Er aber, die ledrigen Hände voll von nassem braunem Leben,
knietief im Sommergras an der Straßenböschung stehend,
er lächelte nur und sagte:
Auch sie müssen weiter, auch sie haben ein Ziel.

( „Weisheit der Indianer“ von Joseph Bruchac)

Himmel

Ein Mann ging mit seinem Hund entlang einer Straße spazieren und freute sich über die Landschaft, als ihm plötzlich bewusst wurde, dass er tot war.

Er erinnerte sich an das Sterben und daran, dass der Hund neben ihm ja schon seit Jahren tot war. Er war neugierig, wo ihn die Straße hinführte.

Nach einiger Zeit kamen sie zu einer hohen Steinmauer entlang der Straße - es sah aus wie feinster Marmor. Am Gipfel einer kleinen Erhebung war dann die Mauer durch eine Pforte unterbrochen, die im Sonnenlicht glänzte.

Die Straße war hier wie aus purem Gold und als er dann davor stand, sah er, dass die Pforte wie Perlmutter aussah.

Er ging mit seinem Hund auf die Pforte zu und sah an der Seite einen Mann an einem Schreibtisch.

Als er nahe genug bei dem Mann war, fragte er:

"Entschuldigung, wo sind wir denn hier?"

"Dies ist der Himmel, mein Herr", antwortete der Mann.

"Ohhh! Hätten sie vielleicht ein bisschen Wasser?"

"Natürlich, lasse ich sofort bringen"

Der Mann machte eine einladende Geste und die Pforte begann, sich zu öffnen.

"Kann mein Freund (er zeigte auf den Hund) auch herein?"

"Es tut mir leid, aber wir erlauben keine Haustiere hier!"

Der Mann dachte einen Augenblick nach, drehte sich um, und begann, weiter mit seinem Hund der Straße entlang zu gehen . . .

Nach einem weiteren längeren Spaziergang, kamen sie am Gipfel einer weiteren Erhebung zu einem unbefestigten Weg, der zu einem Gatter zu einem Bauerhaus führte. Das Gatter sah so aus, als ob es noch nie geschlossen worden wäre. Es gab auch keinen Zaun.

Als er näher kam, sah er einen Mann, gegen einen Baum lehnend, der ein Buch las.

"Entschuldigung, Hätten sie vielleicht ein bisschen Wasser?"

"Ja, natürlich, dort drüben gibt es einen Brunnen", antwortete der Mann, während er in Richtung eines Platzes zeigte, den man von draußen nicht sehen konnte, "Kommen sie doch herein".

"Und wie steht's um meinen Freund?" (auf den Hund zeigend).

"Ja natürlich, der kann auch mit, neben dem Brunnen sollte eine Schüssel stehen".

Der Wanderer füllte die Schüssel, nahm selbst einen großen Schluck und als der Hund fertig war, wandte er sich wieder an den lesenden Mann:

"Wie heißt dieser Platz hier?"

"Dies ist der Himmel"

"Das ist sehr verwirrend", sagte der Wanderer, "der andere Mann ein wenig weiter unten auf der Straße sagte, dass sein Platz auch der Himmel sei!"

"Oh du meinst den Platz mit der goldenen Straße und der Türe aus Perlmutter? Nein! Das ist die Hölle"

"Und macht euch das nicht sehr böse, dass sie euren Namen verwenden?"

"Nein! Ganz im Gegenteil! Ich verstehe zwar, dass sie das denken! Aber wir sind sehr glücklich, dass die dort die Menschen aussieben, die ihre besten Freunde im Stich lassen!"