Dort

Dort, wo die Luft ist rein
Dort, wo jedes Tier kann glücklich sein
Dort, wo noch nie ein Krieg gewesen ist
Dort, wo immer Frieden ist
Dort, wo keiner Tiere quält
Dort, wo Liebe und Vertrauen zählt
Dort, das ist ein Ort, 
wo noch nie ein
Mensch gewesen ist

(Marianne Zmija)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://www.tasso.net/Tierschutz/Registrierung

Bitte denken Sie daran, das ein Chip allein im Verlustfall nicht weiterhilft und registrieren Sie ihr Tier bei Tasso und/oder beim deutschen Tierschutzbund

http://www.registrier-dein-tier.de/index.php?id=3190

 

Der Betrug…
Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren
Meine rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen,
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du?
Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am
Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein.
Niemand sagt ein Wort.

Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.

Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht,
der Wind, der von Norden herüber streicht.
Der Blick seiner blauen Huskyaugen scheint
sich am Fragenden festzusaugen.

Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.

Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht sind
im Tierheim ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu, und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt…..
Autor: Unbekannt

"Das Mitleid bleibt immer dasselbe Gefühl, ob man es für einen Menschen oder für eine Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch die moralische Befriedigung seines Lebens."
Leo Tolstoi

Wieder beginnt das Leiden für zahllose Galgos und Podencos in Spanien::::::::::::::::::::::::: Video unten

 

12. Oktober 2010
Día de la Hispanidad (spanischer Nationalfeiertag in Gedenken an die Erdeckung Amerikas)
Festtag der Jungfrau von Pilar

Beginn der Jagdsaison mit Galgos

Kaum eine Handvoll von ihnen wird den Ruhm ihrer “Eigentümer” zufallen, nur eine Handvoll von ihnen wird an der Spitze stehen…

Aber die die nichts wert sind… werden weggeworfen ein weiteres Jahr…
ihre Schicksale werden die Schande des Spaniens des XXI Jahrhunderts zeigen.

Zulaufend auf ihr unglückseliges Schicksal
auf den Straßen…
in den Perreras

Perrera-Schalchthaus von Olivenza (Badajoz)

Gerettet aus Olivenza. Verstorben nach 12 Stunden

Wie lange noch?

 

http://www.youtube.com/watch?v=1O7AMijULV0&feature=player_embedded

Was ist eine Perrera?

Perreras sind keine Tierheime oder Pensionen, sondern Tiere werden dort eine gewisse Zeit verwahrt. Falls sich der Besitzer nicht findet oder ein neuer Besitzer gefunden wird, erfolgen nach dieser Zeit, in der die Tiere oft in katastrophalen Bedienungen leben, Massentötungen auch von gesunden Hunden und Welpen. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob es sich dabei um Welpen, junge, alte, Mischlinge oder Rassenhunde handelt.

Mittlerweile gibt es Perreras, in denen nicht mehr automatisch nach drei Wochen getötet wird und die Hunde größere Chancen zum Überleben haben. Aber auch so eine Perrera kann nicht unbegrenzt Tiere aufnehmen und wenn in der Perrera Platzmangel herrscht, beginnt das Massentöten.

Wie kommen die Tiere in eine Tötungsstation-Perrera ?

  • Es existieren so genannte Hundefänger die die Tiere eingefangen, sammeln und in die Perrera deponieren.
  • Von Besitzern, die dort die Hunde abgegeben, wenn sie sie nicht mehr wollen. Jedes Jahr, nach der Jagdsaison in Spanien, werden in den Perreras tausende von Galgos und Podencos von Jägern abgegeben, die für sie keine Verwendung mehr haben, oder deren Anforderungen sie nicht entsprechen.

Die Bedingungen in den Tötungsstationen sind für die Hunde oft katastrophal, in einem Zwinger von vielleicht 1,5–2 m² sitzen oftmals viele Hunde eng beieinander und unterliegen somit extremen Stresssituationen, Rangeleien und Beißereien. Tot gebissene Hunde oder schwer verletzte Tiere sind in Perreras nicht selten. Die Hunde werden dort nichts weiter als untergebracht und warten nach vorgeschriebenen Zeit auf eine Einschläferung.

In einigen Gemeinden in Spanien ist es Tierschützern gelungen, mit der staatlichen Perrera zu kooperieren und Vereinen und Tierschutzorgaistionen  wurde gestattet, nach Ablauf der Frist die Tiere in ihre Obhut zu übernehmen.

Die Tierärztin Nina Schöllhorn versuchte mit dem Folgenden
ihre Gefühle und das Erlebte über den sinnlosen Tod von
Hunden zu verarbeiten und hat ihre Gedanken nieder geschrieben.

 

PERRERA 

180 Hunde. 180 Gesichter hinter Gittern. Jedes eine Persönlichkeit, mit einer Geschichte. Hier nur eine Nummer mit einem Datum, dem Todestag, nach 21 Tagen. Die meisten reinrassig, viele noch jung. Dalmatiner, Retriever, ShihTzus, Jack Russells, Setter, Pointer. Angeschafft aus einer Laune heraus, völlig unüberlegt. Nichts ahnend, welche Bedürfnisse diese Rasse oder überhaupt das Tier Hund hat.

Spontankäufe aus Tierhandlungen oder von Märkten, waren sie noch so niedlich. Jetzt aber plötzlich viel zu groß geworden, oder zu laut, zu teuer. Jedenfalls gar nicht mehr süß, sondern einfach nur lästig. Abgeschoben, ohne Skrupel.  Cocker Spaniel, einer nach dem anderen, waren bis vor Kurzem noch in Mode. Sie scheinen den Ernst ihrer Lage zu spüren. Verzweifelt drängen sich Pfoten und Nasen durch die Gitter. Wissen Sie, dass es gilt Aufmerksamkeit zu erlangen, um diesem Schicksal zu entkommen? Manche bellen aufgeregt, andere winseln leise, sich verzweifelt ans Gitter drängend. Andere fixieren Dich mit starrem Blick. Wieder andere, sehr ängstlich, verstecken sich im Innenbereich und haben somit verloren. Wer nicht gesehen wird, hat keine Chance auf Adoption. Andere regungslos, stehen den Kopf an die Wand gedrückt- was für ein Leben mögen sie geführt haben? Nur die kleinsten Welpen tollen unbekümmert miteinander,  nichts ahnend, in was für eine Welt sie geboren wurden. 

Alte Schäferhunde, große schwarze Hunde, Jagdhunde völlig heruntergekommen – sie alle ohne jede Chance. Eine Pitbullhündin mit gefährlich wirkendem Stachelhalsband. Ihr Blick ist jedoch weich und wissend. Kaum scheint sie zu atmen. Die alte Golden Retriever-Hündin, als Gebärmaschine missbraucht, nun völlig ausgelaugt, mit hängendem Gesäuge, dreht sie sich im Kreis, nach jahrelanger Zwingerhaltung in Einsamkeit, die Welpen stets viel zu früh entrissen. Katzen, gehalten auf nacktem Beton, ohne Decke und Katzenklo, entwürdigend. 

Familien schlendern durch die Gänge, die Blicke stets nur auf die Welpen gerichtet, sind sie doch so niedlich. Doch wie lange?Manches Mal öffnet sich eine Tür, der Glückliche wird herausgezerrt. Dann jedoch, 12.30, die Tore schließen. Für acht Hunde war heute der letzte Tag. Keine Interessenten, keine Adoption. Auch ihre Türen öffnen sich, doch sie haben einen anderen Weg vor sich.  Einen ohne Wiederkehr. 

Auch ich verlasse das Gelände. Mein Kopf ist leer und gleichzeitig voller Hundegesichter. Fühle mich verantwortlich für jeden von ihnen. Habe ich die Verantwortung zu tragen, die andere von sich weisen? Fühle mich schuldig, schuldig,  nicht einzugreifen in diese Maschinerie des Tötens.  Doch ein Mensch alleine, angesichts eines Heeres an gedankenloser Egoisten. Machtlos?  Schäme mich, Teil dieser Menschheit zu sein.

Noch Stunden, noch Tage später dröhnt das Gebell in meinem Kopf. Sehe ich die Augen vor mir. Für mich keine Nummern, sondern Lebewesen, einzigartig.  Wer von ihnen ist noch am Leben?  Ich weiß es nicht. Gedanken, die zermürben und doch nichts zu ändern vermögen.  

Mit freundlicher Genehmigung von
Nina Schöllhorn, Tierärztin

www.legaproanimale.de

 

 

Beitrag von Tierarzt Alfonso A. Sanchez del Rio Ga aus Malaga

 

DER PRÄSIDENT DER OFFIZIELLEN FACHHOCHSCHULE FÜR TIERÄRZTE IN MALAGA, ALFONSO A. SANCHEZ,  BERICHTET:

Mein Anliegen ist es,  darzulegen, unter welchen Bedingungen die Tiere im Malaga Pound unter Anwendung von Karbonmonoxid regelrecht gefoltert werden.

 

1. Seit Februar 2003 arbeite ich als Tierarzt des Malaga Council Veterinärabteilung, hauptsächlich in dem besagten Malaga Pound. 

2. Karbonmonoxid verhindert die Aufnahme von Sauerstoff über den Blutkreislauf, unwiderruflich, ohne schmerzstillendes Mittel oder Narkose. 

3. Wird Mensch oder Tier einer Dosis von 1% über einen Zeitraum von 5 Minuten ausgesetzt,  hat das fatale Folgen. Wird dieser Zeitraum überschritten, treten Vergiftungserscheinungen auf. 

4. Bei Karbonmonoxid handelt es sich um ein brennbares und sogar explosives Gas. 

5. Im Pound Malaga erfolgt der Einsatz dieses Gases wie folgt:

 

 In dem Gebäude für Tötungen werden die Käfige zum zentralen Mittelgang geöffnet.

 Natürlich versuchen die Hunde zu entkommen, jedoch werden die mit Lassos eingefangen und mit Calmoneosan ruhiggespritzt. Dann werden sie in die Gaskammern transportiert.

 Die Gaskammer ist aus Stein und ähnlich wie ein Ofen. Die Gaskammer ist nicht höher als 1 Meter, rechteckig, mit Öffnungen an den gegenüberliegenden Seiten, die mit jeweils einer Aluminiumtür versehen zu öffnen, bzw. zu schliessen sind.

 Der Innenbereich ist aus Beton, in der Mitte am Boden befindet sich ein Gitter zur Entwässerung, definitiv handelt es sich nicht um ein Belüftungssystem!

 Befinden sich erst einmal 30 – 40 Hunde in dem Raum, werden sie in die Gaskammer gedrängt, wo sie sich übereinander stapeln, aufgrund der Enge. Aus diesem Grund wird auch das Beruhigungsmittel benötigt, um sie gefügig zu machen und um Kämpfe untereinander zu vermeiden.

 Man kann sich vorstellen, was nötig ist, um die Hunde in diesen kleinen Raum mit 5 – 6 qm zu bekommen .

 Das Karbonmonoxid wird in den Raum geleitet mit einer Dosierung von 6 Liter pro Minute, was das Maximum bedeutet innerhalb von 12 Minuten.

 Dann wird der Absperrhahn geschlossen und nach 5 Minuten werden die Türen geöffnet und die Kadaver herausgenommen.

 Während das Gas noch auf die erste Gruppe wirkt, wird bereits die nächste Gruppe mit Beruhigungsmitteln ruhiggestellt. Aufgrund der Schreie der ersten Gruppe,  ausgelöst durch den Sauerstoffmangel, gerät die 2. Gruppe in Panik, versucht den Fängern zu entkommen, vor lauter Hilflosigkeit beginnen sie zu winseln und unter sich zu machen.

 Das macht natürlich die Arbeit der Hundefänger mit den Lassos noch schwieriger, da sie in die Käfige hineingehen müssen, um die Tiere einfangen zu können.

 Ich muss darauf hinweisen,  dass das Hundegeschrei während der Vergasung mehr als 10 Minuten anhält, ein mitleiderregendes Stöhnen, Schmerzschreie, Wimmern und Bellen.

 Es ist nun umso schwieriger, die 2. Gruppe in die Gaskammer zu bekommen, da die 1. Gruppe in ihrem Todeskampf uriniert und ihren Darm entleert haben, was auch der Grund für das Entwässerungsgitter ist. 

Aufgrund der oben aufgeführten Tatsachen ist es meine Empfehlung als Tierarzt und mein Wunsch als fürsorgliches, menschliches Lebewesen, dass keine weiteren Tötungen unter diesen Umständen, insbesondere im Hinblick auf den langen Leidensweg der Hunde vor ihrem Tod, stattfinden. 

Die Vorteile dieser Tötungsmethode sind: 

Der zeitliche Aufwand für die Tötung ist gering, dabei werden 30 – 40 Hunde auf einmal getötet und nicht jedes Tier muss einzeln narkotisiert werden. Die Entsorgung der toten Körper ist einfacher, da sie sich in der kleinen Kammer befinden und leichter zur Entsorgung abtransportiert werden können. Die Arbeiter bilden eine Kette und befördern die Kadaver nacheinander auf einen Lastwagen. Für die Tierärzte ist es wohl einfacher, jedes Tier nur mit einer Spritze zu narkotisieren, als ihnen die 2 Spritzen zu geben, die für eine Überdosierung nötig sind. Ausserdem ist die Tötung in der Gaskammer billiger als eine Überdosierung durch ein Anästhetikum. 

Ich hoffe, dass diese Informationen für Sie hilfreich sind.

  

Mit freundlichen Grüssen

Alfonso A.Sanchez del Rio Ga.
Tierarzt col. No 594, Malaga
Alhaurin de la Torre, 12. Novembre

Interessanter Beitrag zum Einsieg in das Thema Jagd:

http://www.youtube.com/watch?v=-Ls-m1kDwVY